Herzgruppen – wo stehen sie in zehn Jahren?
Wir vertreten die Auffassung, dass deutsche Herzgruppen vor einer strategischen Weggabelung stehen: Entweder entwickeln sie sich zu integrativen, digital unterstützten Präventions- und Nachsorgezentren – oder sie verlieren an Relevanz im zunehmend technisierten Versorgungssystem und einem System, das das Menschen in den Mitteulpunkt stellt..
Eine Betrachtung der deutschen Herzgruppen der Sekundär- oder Tertiärprävention – unter Zukunftsperspektiven – erfordert die Berücksichtigung struktureller, gesundheitspolitischer und demografischer Besonderheiten Deutschlands. Herzgruppen sind hier traditionell stark mit der kardiologischen Rehabilitation verknüpft (sog. Phase III; Sekundärprävention) und häufig unter dem Dach des organisierten Sports (Sportvereine) angesiedelt. In zehn Jahren – also etwa bis 2036 – wird sich ihre Rolle im nationalen Gesundheitssystem deutlich verschieben. Mögliche Schwerpunkte werden dann sein:
- Digitalisierung
- Digitale Wissenskontrolle
- Telemedizin-Überwachung
- ePA-Anbindung
- Neue Gruppen (Primärprävention)
